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Ausgabe Nr.
648/2011,
10. Jg., vom Samstag, 31. Dezember 2011
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Aktueller
Wochenrückblick |
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Das vergangene Handelsjahr geht als eines der schlechtesten in die
Geschichte des DAX ein. Der Deutsche Aktienindex verlor im
Jahresverlauf fast 15 Prozent an Wert und hat das Börsenjahr
2011 bei einem Indexstand von 5.898,35 Punkten beendet. Damit hat der
DAX gegenüber seinem Vorjahresschlußkurs von
6.914,19 mehr als 1.000 Punkte verloren. Im Jahresverlauf wäre
die Bilanz teilweise noch schlechter gewesen.
Insgesamt waren die Kursausschläge und damit die
Volatilität beim DAX besonders hoch. Nachdem zu Jahresbeginn
alles noch gut aussah, legten die deutschen Aktien zunächst
deutlich zu. Bis Mai kletterte der DAX sogar auf ein
dreijähriges Hoch von 7.600 Punkten und hat damit die von der
Bullenbrief-Redaktion prognostizierten
Jahreshöchststände von 8.000 Punkten fast erreicht.
Danach kam es für die Dividendenpapiere knüppeldick.
Die Atomkatastrophe in Japan hat die Märkte zunächst
aus Sorge deutlich einbrechen lassen. Der Atomausstieg in Deutschland
belastete vor allem die Energieversorger E.on und RWE hart, da diese
ihre profitablen Atomkraftwerke zunächst befristet vom Netz
nehmen mussten und der Atomausstieg besiegelt wurde.
Im Jahresverlauf sorgte vor allem die Eurokrise mit der
Staatsverschuldung zahlreicher Mittelmeerländer für
Verunsicherung. Ein Rettungspaket nach dem anderen versucht zu
bereinigen, was den Märkten Sorge bereitet. Inzwischen sind
die Staatsschulden vieler Länder immer höher
gestiegen und das höhere Zinsniveau verschärft die
Situation. Diskussionen wie die Einführung von Euro-Bonds
begleiteten das Tagesgeschehen, während gleichzeitig
in vielen Ländern der Welt eine Rezession erwartet wird. Viele
Indikatoren deuten bereits auf ein schwächeres
Wirtschaftswachstum hin. Deutschland wird davon weitgehend verschont
bleiben, allerdings schwächt sich auch hier das Wachstum ab.
Reale Rückgänge sind zunächst nicht zu
erwarten.
Unter diesen Bedingungen hatte es der DAX schwer gehabt.
Dementsprechend stark ging es im weiteren Jahresverlauf bis auf einen
Stand von 4.966 Punkten im September in den Keller. Zum Jahresende hin
erholte sich der DAX wieder von diesen übertriebenen
Verkäufen und pendelt seitdem um das aktuelle Kursniveau.
Unter den DAX-Aktien verloren im Zuge der Eurokrise Aktien aus dem
Finanzsektor sowie aufgrund der weltweiten Rezessionängste
konjunktursensible Aktien besonders stark. Den
höchsten Kursverlust von 71 Prozent gab es bei der
Commerzbank. Neue Eigenkapitalrichtlinien und ein großer
Abschreibungsbedarf haben dem Frankfurter Kreditinstitut stark
zugesetzt. Der Kurs brach auf zuletzt 1,30 Euro ein. Damit war die
Commerzbank eindeutiger Spitzenreiter als schwächste Aktie.
Deutlich nach unten mit Verlusten von mehr als 40 Prozent ging es mit
Metro, RWE, Lufthansa und ThyssenKrupp.
Zulegen konnten dagegen die weniger konjunktursensiblen Aktien. Den
höchsten Jahresgewinn von 26,5 Prozent auf 77,03 erzielten
dabei die Aktien des Darmstädter Pharmaunternehmens Merck. Die
Geschäfte laufen derzeit gut und auch die Aussichten
überzeugen. Aus dem Gesundheitssektor setzten sich die Aktien
von FMC mit einem Jahresgewinn von 20 Prozent bzw. der Fresenius-Mutter
mit 13 Prozent an die DAX-Spitze. Mit Gewinnen von weniger als 10
Prozent konnten lediglich noch die Aktien von SAP, Beiersdorf, Adidas
und Linde zulegen. Alle anderen DAX-Papiere beendeten den Handel mit
Kursverlusten.
Da die Eurokrise und Rezession noch nicht ausgestanden sind, wird es
auch im nächsten Jahr zunächst zu keiner
großen Erholung kommen. Sollte es gelingen, die Probleme im
Jahresverlauf in den Griff zu bekommen, ist mit einer deutlichen
Erholung zu rechnen. Da ein Ende des Euro als unwahrscheinlich gilt,
gehen wir von einem positiven Szenario aus und erwarten nach weiteren
Kursverlusten im ersten Quartal eine kräftige Erholung zum
Jahresende bis auf 7.850 Punkte.
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Börsenlexikon
- Begriff der Woche |
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Freiverkehr
Handelssegment an
der Frankfurter Wertpapierbörse
Als "Freiverkehr" wird an der Frankfurter Wertpapierbörse ein
Handelssegment neben dem Amtlichen Handel und dem Geregelten Markt
bezeichnet. Im Jahre 2005 wude das Handelssegment Freiverkehr offiziell
in Open
Market umbenannt.
Beim Handelssegment Freiverkehr handelt es sich um ein
privatrechtliches Handelssegment. Die im Freiverkehr gehandelten
Wertpapieren unterliegen weniger strengen Regeln.
Im Freiverkehr werden überwiegend Optionsscheine und
Zertifikate gehandelt. Aktien und Anleihen machen im Freiverkehr nur
einen geringen Teil aus.
In
dieser Rubrik erklären wir Ihnen kurz und prägnant
wichtige Börsenbegriffe. Kennen Sie einen Begriff, den Sie
nicht verstehen, schlagen Sie diesen als Begriff für das
Börsenlexikon vor. Nutzen Sie hierzu unser Mitteilungsformular
unter http://www.bullenbrief.de/mitteilungen.php5. Eine
Übersicht aller bereits vorgestellten Begriffe finden Sie
unter http://www.bullenbrief.de/boersenlexikon.php5.
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Aktientipp
der Woche |
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Die Aktie des
Darmstädter Pharma- und Chemieunternehmens legte im
Jahresverlauf die beste Kursentwicklung im DAX auf das Parkett. Damit
sieht sich das Unternehmen in seiner Strategie von den Finanzinvestoren
bestätigt. Schwierigkeiten bei der Zulassung von Medikamenten
konnte das Unternehmen im laufenden Jahr gut verkraften.
Von der aktuellen Abkühlung spüre Merck nach Aussagen
von Zachert nur wenig. Von einem Auftragseinbruch kann daher
überhaupt keine Rede sein.
Dieser
Aktientipp wird durch © ddp
übermittelt. Die komplette Aktienanalyse sowie stets aktuelle
Aktienanalysen finden Sie auf unseren Webseiten in der Rubrik Aktie des
Tages unter http://www.bullenbrief.de/aktie_des_tages.php5.
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Buchtipp
der Woche |
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Kurzbeschreibung
Andrew W. Lo und Jasmina Hasanhodzic erzählen die
faszinierende Geschichte der Technischen Analyse von dem alten Babylon
bis heute. Sie zeigen, wo Technische Analysten versagten, wie sie
erfolgreich waren und was all dies für die heutigen
Wertpaperhändler und Investoren bedeutet.
Über den
Autor
Andrew W. Lo ist Professor am MIT Sloan School of Management und
Director des MIT Laboratory for Financial Engineering. Er wurde mit dem
Alfred P. Sloan Foundation Fellowship Award, dem Paul A. Samuelson
Award, dem Graham and Dodd Award, dem James R. Vertin Award, und dem
American Association of Individual Investors Award ausgezeichnet. Er
ist Chairman and Chief Investment Strategist der AlphaSimplex Group,
LLC.
Jasmina Hasanhodzic entwickelt quantitative Investment Strategien und
Benchmarks für die Alpha-Simplex Group, LLC.
Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783527506101
Ausgabe: 1. Auflage
ISBN: 3527506101
Label: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
Sprachen: DeutschOriginalDeutschPublished
Hersteller: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
Anzahl Seiten: 224
Erscheinungsdatum: Dezember 14, 2011
Herausgeber: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
Studio: Wiley-VCH Verlag GmbH & Co. KGaA
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Text
für den Buchtipp stammt von Amazon. Der komplette Onlineshop
mit zahlreichen Einkaufmöglichkeiten basiert auf einer
Partnerschaft mit Amazon. Amazon ist für die komplette
Abwicklung der Bestellungen und Daten aus dem Onlineshop
zuständig. Den Onlineshop erreichen Sie in der Rubrik
Bullenshop unter http://www.bullenbrief.de/bullenshop.php5. |
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