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Ausgabe Nr. 563/2010, 10. Jg., vom Sonntag, 31. Januar 2010

 
 

Inhaltsverzeichnis Bullenbrief.de:

1. Aktueller Wochenrückblick
2. DAX-Kurse im Wochenvergleich (XETRA)
3. Börsenlexikon - Begriff der Woche
4. Aktientipp der Woche
5. Buchtipp der Woche
6. Anmerkungen
7. Disclaimer
8. Hinweise

Für Anregungen, Tipps und Hinweise wenden Sie sich bitte an info@bullenbrief.de.

Beachten Sie auch unser Online-Angebot mit aktuellen
Nachrichten, Marktberichten und Schlußberichten.

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  Aktueller Wochenrückblick  

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Auch in der vergangenen Handelswoche hat der DAX die negative Kursentwicklung fortgesetzt und 1,5 Prozent an Wert verloren. Damit notiert der Deutsche Aktienindex 87 Punkte unter den Schlußständen der Vorwoche bei aktuell 5.609 Punkten. Im Wochenverlauf markierte der DAX sogar ein neues Jahrestief bei 5.540 Punkten. Nachdem zunächst Sorgen um die weitere Konjunkturentwicklung die Kurse eintrübten, kam es in der letzten Woche zu Gewinnmitnahmen wegen Steuerplänen in den USA für den Bankensektor. Trotz größtenteils guter Konjunkturdaten und sehr guter Unternehmenszahlen rückten die Finanzhaushalte europäischer Staaten von Griechenland und Portugal in den Fokus. Bereits deutlich angezogene Renditen auf die Staatsanleihen der betroffenen Länder zeigen das mögliche Risiko von Zahlungsausfällen. Der Euro geriet daraufhin ebenfalls unter Druck und rutschte erstmals seit längerer Zeit unter die 1,40 Dollar-Marke. Diese Finanzprobleme belasten die Aktienmärkte und werden zu einem großen Teil als Gründe für die jüngsten Kursrückgänge genannt.
Unter den genannten Marktbedingungen hatten vor allem Unternehmen zyklischer Branchen sowie Finanzwerte Schwierigkeiten. So wundert es nicht, dass die Commerzbank mit einem Wochenverlust von 8,1 Prozent die Liste der Wochenverlierer anführt. Der Kurs des Frankfurter Kreditinstituts brach damit um 50 Cent ein. Die Aktie notiert bei 5,64 Euro. Mit Stellenabbau will die Deutsche Börse auf die aktuelle Ertragsschwäche reagieren. Laut gut informierten Kreisen wird bei der Deutschen Börse an einem Programm zum Abbau von rund 10 Prozent der Stellen gearbeitet. Den Aktienkurs hat die Ankündigung dieser Sparmaßnahme nicht beeindruckt. Das Papier verlor 6,6 Prozent auf 47,55 Euro. Unter Druck gerieten die Papiere von ThyssenKrupp. Zahlreiche Anleger verkauften ihre Papiere bereits im Vorfeld der Veröffentlichung der Quartalszahlen. Der Kursverlust bei ThyssenKrupp beträgt 6,4 Prozent. Die Aktie notiert damit bei 22,99 Euro.
Gegen den Trend nach oben kletterten die Papiere des Speicherchipherstellers infineon. Der Kurs legte 6,6 Prozent zu, nachdem gute Zahlen und ein erfreulicher Ausblick auf das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht wurden. Der Gewinn konnte im vergangenen Quartal auf 66 Mio. Euro gesteigert werden, nachdem im Vorquartal noch ein Gewinn von 14 Mio. Euro verbucht wurde. Gegenüber dem Jahresverlust von 404 Mio. Euro im Vorjahr ist dies eine beachtliche Trendwende. So wundert es auch nicht, dass die Geschäftsführung von infineon die Krise für infineon für beendet erklärte. Die infineon-Aktie kostet nach der jüngsten Erholung 4,02 Euro. Nach der schwachen Kursentwicklung in den vergangenen Wochen kam es bei Volkswagen zu einer Gegenreaktion. Die VW-Aktie stieg ohne besondere Gründe um 3 Prozent und notiert damit bei 58,60 Euro. Optimismus versprüht auch der Chemiekonzern BASF. Der Chemieriese sieht ebenfalls ein Anziehen der Konjunktur und ist nach Medienberichten wieder zu 70 Prozent ausgelastet. Den Börsianern gefallen diese Nachrichten. Die BASF-Aktie verteuerte sich um 1,9 Prozent auf 41,22 Euro.
Wenig Einfluss auf die Kursentwicklung hatte der Einstieg des US-Milliardärs Warren Buffet bei der Münchener Rück. Die Aktie notiert nahezu unverändert bei 108,50 Euro. Gegenüber der Vorwoche ist dies ein Rückgang von 0,9 Prozent. Nahezu unverändert notiert die Siemens-Aktie mit einem Wochengewinn von 25 Cent. Dies entspricht einem Gewinn von 0,4 Prozent. Allerdings ist die Dividendenzahlung in der vergangenen Woche zu berücksichtigen. Nach der Siemens-Hauptversammlung vom Dienstag wurden 1,60 Euro Dividende je Aktie ausgeschüttet. Dieser Wert schlug sich negativ als Dividendenabschlag auf den Kurs nieder. Für diese positive Entwicklung der Siemens-Aktie sorgte die unerwartet gute Jahresbilanz des Industriekonzerns. Zur Freude der Aktionäre plant das Unternehmen einen weiteren Abbau von 2.000 Arbeitsplätzen in Deutschland.
Die kommende Handelswoche wird nach den jüngsten Kursverlusten von weiterer Unsicherheit geprägt sein. Im Fokus der Anleger dürfte mit Sicherheit die Entwicklung der Kreditfähigkeit der europäischen Länder Griechenland und Portugal stehen. Sollte es hier zu negativen Nachrichten kommen, wird sich dies stark auf die Kursentwicklung der wichtigen europäischen Aktienbarometer niederschlagen und auch den DAX belasten. Auf Basis dieser Unsicherheit gehen wir auch in der kommenden Woche eher von leicht fallenden Kursen aus. Für positive Stimmung an den Märkten könnten Veröffentlichung überraschend guter Geschäftszahlen von DAX-Unternehmen sorgen, die in den nächsten Wochen auf der Tagesordnung stehen.

 
 

Private Krankenversicherung im Vergleich

 
  DAX-Kurse im Wochenvergleich  

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Ständig aktuelle
Kurslisten im Web: DAX, MDAX, TecDAX, EuroStoxx, DowJones
Ständig aktuelle
Tops & Flops im Web: DAX, MDAX, TecDAX, EuroStoxx, DowJones

Aktie

aktueller Kurs

Kurs Vorwoche

Absolute Veränderung

Veränderung

XETRA DAX

5.608,79

5.695,32

-86,53

-1,52%

ADIDAS

36,91 Euro

36,90 Euro

0,01 Euro

0,03%

ALLIANZ

80,42 Euro

81,39 Euro

-0,97 Euro

-1,19%

BASF

41,22 Euro

40,47 Euro

0,75 Euro

1,85%

BAY MOTOREN WERKE

30,96 Euro

30,70 Euro

0,26 Euro

0,85%

BAYER

49,47 Euro

51,43 Euro

-1,96 Euro

-3,81%

BEIERSDORF

42,28 Euro

42,69 Euro

-0,41 Euro

-0,96%

COMMERZBANK

5,64 Euro

6,14 Euro

-0,50 Euro

-8,14%

DAIMLER

33,42 Euro

34,18 Euro

-0,76 Euro

-2,22%

DEUTSCHE BANK

44,38 Euro

45,03 Euro

-0,65 Euro

-1,44%

DEUTSCHE BÖRSE

47,55 Euro

50,90 Euro

-3,35 Euro

-6,58%

DEUTSCHE POST

12,64 Euro

13,06 Euro

-0,42 Euro

-3,22%

DT LUFTHANSA AG

11,62 Euro

11,69 Euro

-0,07 Euro

-0,60%

DT TELEKOM

9,36 Euro

9,81 Euro

-0,45 Euro

-4,59%

E.ON AG

26,66 Euro

27,53 Euro

-0,87 Euro

-3,16%

FRESENIUS

49,20 Euro

50,74 Euro

-1,54 Euro

-3,04%

FRESENIUS MEDICAL

36,63 Euro

37,37 Euro

-0,74 Euro

-1,98%

HENKEL KGAA

36,88 Euro

36,68 Euro

0,20 Euro

0,55%

INFINEON

4,02 Euro

3,77 Euro

0,25 Euro

6,63%

K+S

40,82 Euro

42,38 Euro

-1,56 Euro

-3,68%

LINDE

79,40 Euro

79,54 Euro

-0,14 Euro

-0,18%

MAN

48,56 Euro

51,45 Euro

-2,89 Euro

-5,62%

MERCK

64,51 Euro

65,57 Euro

-1,06 Euro

-1,62%

METRO

39,62 Euro

40,46 Eur

-0,84 Euro

-2,08%

MUENCH. RUECK

108,50 Euro

109,50 Euro

-1,00 Euro

-0,91%

RWE

64,24 Euro

67,07 Euro

-2,83 Euro

-4,22%

SALZGITTER

64,21 Euro

67,27 Euro

-3,06 Euro

-4,55%

SAP

33,08 Euro

33,10 Euro

-0,02 Euro

-0,06%

SIEMENS

65,03 Euro

64,78 Euro

0,25 Euro

0,39%

THYSSEN KRUPP

22,99 Euro

24,55 Euro

-1,56 Euro

-6,35%

VOLKSWAGEN VZ

58,60 Euro

56,91 Euro

1,69 Euro

2,97%

 
 

 
  Börsenlexikon - Begriff der Woche  

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Stop-Limit-Order

Stop-Order mit einer weiteren Limit-Bedingung

Eine Stop-Limit-Order ist eine Stop-Order mit der Bedingung, dass die Order nur innerhalb eines definierten Limits an der Börse ausgeführt wird. Das Stop-Limit stellt damit sicher, dass bei einer Verkauforder ein vorher festgelegter Mindestbetrag erreicht bzw. bei einer Kauforder ein vorgegebener Kurs nicht überschritten wird.

Eine Stop-Limit-Order ermöglicht es ein Wertpapier genau dann zu kaufen, wenn sich ein Kurstrend ändert und die vorgegebene Range erreicht, sich aber noch innerhalb der Limite bewegt.

In der Praxis ist eine Stop-Limit-Order dann sinnvoll, wenn man nach Erreichen eines bestimmten Kursniveaus eine Order automatisch auslösen möchte, aber gleichzeitig verhindert, dass bei der Orderausführung extreme Kurse zustande kommen. Um nach Erreichen des Kursniveaus sofort und automatisch eine Kauf- bzw. Verkaufsorder mit Limit am Markt zu platzieren, ist die Stop-Limit-Order das geeignete Instrument.

Eine Stop-Limit-Order ist besonders für Chartanalysten von Bedeutung, die aus dem Erreichen bestimmter Kursmarken weiteres Kurspotential ableiten, aber das Risiko extremer Kursschwankungen nach Erreichen der Stopmarke ausschließen wollen.

In dieser Rubrik erklären wir Ihnen kurz und prägnant wichtige Börsenbegriffe. Kennen Sie einen Begriff, den Sie nicht verstehen, schlagen Sie diesen als Begriff für das Börsenlexikon vor. Nutzen Sie hierzu unser Mitteilungsformular unter
http://www.bullenbrief.de/mitteilungen.php5. Eine Übersicht aller bereits vorgestellten Begriffe finden Sie unter http://www.bullenbrief.de/boersenlexikon.php5.

 
 

 
  Aktientipp der Woche  

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infineon

Jede Woche stellen wir an dieser Stelle die Aktie der Woche vor. Die Aktienanalyse ist unter dem angegebenen Link abrufbar. Regelmäßig aktuelle Aktienanalysen sind ebenfalls unter dem angegebenen Link zu finden.

Dieser Aktientipp wurde durch
© ddp übermittelt. Die komplette Aktienanalyse sowie stets aktuelle Aktienanalysen finden Sie auf unseren Webseiten in der Rubrik Aktie des Tages unter http://www.bullenbrief.de/aktie_des_tages.php5.

 
 

 
  Buchtipp der Woche  

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Die acht größten Fallen für Geldanleger
von Thomas Grüner (Autor)

Kurzbeschreibung

Die deutschen Geldanleger lassen sich immer wieder dazu verleiten, wie Lemminge hinter einem Trend hinterher zu laufen. Das ist meistens falsch. Thomas Grüner, erfahrener Vermögensverwalter in Rodenbach, beschreibt die acht größten Fallen für Geldanleger und wie man sie vermeidet. Anhand vieler praktischer Beispiele räumt der Autor mit Mythen und Märchen an der Börse auf. Wer langfristig seine persönliche Altersvorsorge aufbauen möchte, muss diese Regeln unbedingt kennen, egal ob er seine Wertpapiere selbst betreut oder sein Geld einem professionellen Vermögensverwalter anvertraut.

Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783981273021
Ausgabe: 1.
Format: Ungekürzte Ausgabe
ISBN: 3981273028
Label: BrunoMedia
Hersteller: BrunoMedia
Anzahl Seiten: 152
Erscheinungsdatum: Dezember 01, 2009
Herausgeber: BrunoMedia
Studio: BrunoMedia


Text für den Buchtipp stammt von Amazon. Der komplette Onlineshop mit zahlreichen Einkaufmöglichkeiten basiert auf einer Partnerschaft mit Amazon. Amazon ist für die komplette Abwicklung der Bestellungen und Daten aus dem Onlineshop zuständig. Den Onlineshop erreichen Sie in der Rubrik Bullenshop unter http://www.bullenbrief.de/bullenshop.php5.

 
 

 
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  Hinweise  

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