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Ausgabe Nr.
584/2010, 10. Jg., vom Samstag, 24. Juli 2010
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Aktueller
Wochenrückblick -
gute Konjunkturdaten sorgen für Partylaune |
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Eine
starke Entwicklung vollzog der DAX in der vergangenen Handelswoche, die
sich bei der Betrachtung der Wochenschlusskurse nur bedingt
widerspiegelt. Nachdem die Stimmung am Börsenparkett zu
Wochenbeginn noch von schwachen Immobiliendaten in den USA und Sorgen
um die Konjunktur geprägt war, tauchten die Aktienindizes ab.
Die laufende Berichtssaison in den USA lieferte keine Argumente
für Engagements in Aktien. Einen Dämpfer verpasste
auch US-Notenbankchef Ben Bernanke den Aktienmärkten mit einer
düsteren Konjunkturprognose. Der DAX durchbrach im
Wochenverlauf die 6.000er Marke nach unten und erreichte bei Kursen
knapp oberhalb von 5.900 Punkten seinen Wochentiefstand.
Zum Wochenschluss sorgten überraschend gute Daten aus Europa
für Partystimmung auf dem Börsenparkett. Der
Einkaufsmanagerindex aus Deutschland fiel überraschend stark
aus. Der am Freitag veröffentlichte
ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juli so stark an wie seit der
Wiedervereinigung nicht mehr. Besonders positiv wurde dabei bewertet,
dass sowohl die Beurteilung der aktuellen Lage wie die
Geschäftserwartungen gestiegen sind. Starke Unternehmensdaten
europäischer Konzerne runden das positive Umfeld ab und haben
den DAX auf Wochenbasis um 126 Punkte klettern lassen. Damit legte der
DAX 2,1 Prozent zu. Der DAX ging mit einem Indexstand von 6.166 am
Freitag Nachmittag aus dem Handel.
Den höchsten Kursgewinn von 8,6 Prozent erzielten dabei die
Papiere des Stahlkonzerns ThyssenKrupp. Starke Sektorvorgaben aus den
USA haben den deutschen Stahlkocher beflügelt.
Außerdem führen positive Konjunkturerwartungen zu
steigenden Stahlpreisen und damit für eine gute
Geschäftsentwicklung bei zyklischen Aktien wie ThyssenKrupp.
Eine Analystenempfehlung für ThyssenKrupp sorgte für
zusätzliche Kauflaune. Überraschend gute
Quartalszahlen gab der Sportartikelhersteller adidas bekannt. Das
vorgelegte Zahlenwerk lag insgesamt über den Erwartungen und
beflügelte den Aktienkurs. Dieser legte im Wochenverlauf um
7,3 Prozent auf 42,56 Euro zu. Aktien des Kaliproduzenten K+S
verteuerten sich um 5,1 Prozent genauso wie die lange Zeit unter Druck
geratene neue DAX-Aktie Heidelbergcement. Die K+S-Aktien wurden dabei
von guten Daten eines Mitbewerbers beflügelt. Der Kurs der
K+S-Aktie stieg auf 40,90 Euro, der Kurs der Heidelbergcement-Aktie auf
38,94 Euro.
Gegen den Trend nach unten ging es wieder einmal mehr mit den weniger
zyklischen DAX-Aktien. So gaben die Papiere des Gesundheitskonzerns
Fresenius um 2,8 Prozent nach auf 41,12 Euro. Aktien der Dialysetochter
Fresenius Medical Care verbilligten sich um 2,1 Prozent auf 52,68 Euro.
Aktien der Warenhauskette Metro sind ebenfalls unter Druck geraten. Die
Metro-Papiere gaben 1,8 Prozent auf 42,83 Euro nach.
Für eine starke Kurserholung zum Wochenschluss sorgte die
zweite Anhebung der erwarteten Geschäftszahlen bei Daimler.
Aufgrund der stärkeren Kursverluste zum Wochenbeginn notiert
die Aktie im Wochenverlauf trotzdem mit einem leichten Kursverlust von
1,3 Prozent bei 42,49 Euro.
Für wenig Beachtung auf dem Börsenparkett sorgte
dagegen der am Freitag Abend veröffentlichte Bankenstresstest.
Die Ergebnisse sind im Rahmen der Erwartungen ausgefallen und es ist
mit keinem Einfluss auf die Aktienkurse zu rechnen. Außer der
Hypo Real Estate haben alle deutschen Banken den Bankenstresstest
bestanden. Die im DAX notierten Aktien Deutsche Bank und Commerzbank
dürfte das Ergebnis nicht negativ beeinflussen.
In der kommenden Woche werden wieder zahlreiche Unternehmensdaten vor
allem europäischer Großkonzerne
veröffentlicht. Die Aktienmärkte werden dabei
weiterhin zwischen Konjunktursorgen und Bilanzdaten schwanken. Nachdem
die Berichtssaison in den USA eher gemischt ausgefallen ist, lassen die
Konjunkturindikatoren für Europa eher positive Daten erwarten.
Institutionelle Anleger erhöhen in diesem Umfeld ihre
Bestände und dürften die Nachfrage nach Aktien
beflügeln. Aus diesem Grund ist daher mit einem positiven
Börsenumfeld und steigenden Kursen zu rechnen.
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DAX-Kurse
im
Wochenvergleich |
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Ständig
aktuelle Kurslisten im Web: DAX, MDAX, TecDAX, EuroStoxx, DowJones
Ständig aktuelle Tops
& Flops im Web: DAX, MDAX, TecDAX, EuroStoxx, DowJones
| Aktie |
aktueller
Kurs |
Kurs
Vorwoche |
absolute
Veränderung |
Veränderung |
| XETRA DAX |
6.166,34 |
6.040,27 |
126,07 |
2,09% |
| ADIDAS |
42,56 € |
39,65 € |
2,91 € |
7,34% |
| ALLIANZ |
86,84 € |
84,80 € |
2,04 € |
2,41% |
| BASF |
46,71 € |
44,96 € |
1,75 € |
3,89% |
| BAY MOTOREN WERKE |
41,99 € |
42,15 € |
-0,16 € |
-0,38% |
| BAYER |
45,79 € |
46,28 € |
-0,49 € |
-1,06% |
| BEIERSDORF |
47,48 € |
45,37 € |
2,11 € |
4,65% |
| COMMERZBANK |
6,44 € |
6,23 € |
0,21 € |
3,37% |
| DAIMLER |
42,49 € |
43,05 € |
-0,56 € |
-1,30% |
| DEUTSCHE BANK |
49,75 € |
47,67 € |
2,08 € |
4,36% |
| DEUTSCHE
BÖRSE |
51,22 € |
50,35 € |
0,87 € |
1,73% |
| DEUTSCHE POST |
13,12 € |
12,69 € |
0,43 € |
3,39% |
| DT LUFTHANSA AG |
12,48 € |
11,89 € |
0,59 € |
4,96% |
| DT TELEKOM |
10,21 € |
10,04 € |
0,17 € |
1,69% |
| E.ON AG |
22,31 € |
21,77 € |
0,54 € |
2,48% |
| FRESENIUS |
52,68 € |
53,79 € |
-1,11 € |
-2,06% |
| FRESENIUS MEDICAL |
41,12 € |
42,31 € |
-1,19 € |
-2,81% |
| HEIDELBERGCEMENT |
38,94 € |
37,04 € |
1,90 € |
5,13% |
| HENKEL KGAA |
40,17 € |
38,54 € |
1,63 € |
4,23% |
| INFINEON |
5,05 € |
4,96 € |
0,09 € |
1,81% |
| K+S |
40,90 € |
38,90 € |
2,00 € |
5,14% |
| LINDE |
89,75 € |
86,90 € |
2,85 € |
3,28% |
| MAN |
75,15 € |
72,58 € |
2,57 € |
3,54% |
| MERCK |
62,53 € |
62,24 € |
0,29 € |
0,47% |
| METRO |
42,83 € |
43,62 € |
-0,79 € |
-1,81% |
| MUENCH. RUECK |
106,10 € |
105,05 € |
1,05 € |
1,00% |
| RWE |
53,50 € |
52,33 € |
1,17 € |
2,24% |
| SAP |
37,35 € |
37,25 € |
0,10 € |
0,27% |
| SIEMENS |
76,42 € |
74,23 € |
2,19 € |
2,95% |
| THYSSEN KRUPP |
23,38 € |
21,52 € |
1,86 € |
8,64% |
| VOLKSWAGEN VZ |
79,27 € |
76,00 € |
3,27 € |
4,30% |
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Börsenlexikon
- Begriff der Woche |
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Bobl-Future
Terminkontrakt
auf mittelfristige Schuldverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland
Beim Bobl-Future handelt es sich um einen fiktiven, standardisierten
Terminkontrakt auf Schulverschreibungen der Bundesrepublik Deutschland.
Die Restlaufzeit dieser Schuldverschreibungen beträgt dabei
zwischen 4,5 und 5,5 Jahre. Für die Ermittlung des Wertes
eines Bobl-Futures wird dabei ein Kupon von 6 Prozent als Basis
zugrunde gelegt.
Der Bobl-Future wird an der Terminbörse Eurex gehandelt. Der
Kontraktwert für einen Bobl-Future beträgt 100.000
Euro.
Die Bezeichnung Bobl ergibt sich aus der Abkürzung
für Bundesobligation.
In
dieser Rubrik erklären wir Ihnen kurz und prägnant
wichtige Börsenbegriffe. Kennen Sie einen Begriff, den Sie
nicht verstehen, schlagen Sie diesen als Begriff für das
Börsenlexikon vor. Nutzen Sie hierzu unser Mitteilungsformular
unter http://www.bullenbrief.de/mitteilungen.php5. Eine
Übersicht aller bereits vorgestellten Begriffe finden Sie
unter http://www.bullenbrief.de/boersenlexikon.php5.
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Aktientipp
der Woche |
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Jede Woche stellen wir an dieser Stelle die Aktie der Woche vor. Die Aktienanalyse ist unter dem angegebenen Link abrufbar. Regelmäßig aktuelle Aktienanalysen sind ebenfalls unter dem angegebenen Link zu finden.
Dieser
Aktientipp wurde durch © ddp
übermittelt. Die komplette Aktienanalyse sowie stets aktuelle
Aktienanalysen finden Sie auf unseren Webseiten in der Rubrik Aktie des
Tages unter http://www.bullenbrief.de/aktie_des_tages.php5.
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Buchtipp
der Woche |
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Kurzbeschreibung
In diesem Buch zeigt Peter
Lynch dem Leser, wie er seine Investmentphilosophie und -technik in die
Tat umsetzt. Er führt Stück für
Stück durch den Prozess derjenigen Aktienauswahl, die er 1992
für das Magazin "Barron´s" getroffen hat. Lynch
lässt außerdem seine Jahre bei Magellan noch einmal
Revue passieren und analysiert die Ursachen dafür, dass er
alle anderen Fondsmanager übertroffen hat.
Er
kommt zu dem Schluss, dass es sich nur um eine kleine Anzahl
bedeutender Treffer ("Ten-Bagger") handelte, denen der hervorragende
Erfolg des Fonds im Grunde zuzuschreiben ist. Daraus leitet er einen
wichtigen Hinweis für den Kleinanleger ab: Es gibt
genügend gute Unternehmen, die auf Investoren warten, und es
bedarf nur eines oder zweier guter Unternehmen in einem Jahrzehnt, um
ein durchschnittliches Portfolio in einen Supergewinner zu verwandeln.
Im
vielleicht wertvollsten Abschnitt des Buches bietet Lynch seinen Rat
hinsichtlich des Aufbaus einer Aktienfondsstrategie. Es ist nicht
überraschend, dass er den Schlüssel zum Erfolg jedes
Investmentfonds in Aktien und nicht in Anleihen sieht, und er empfiehlt
deshalb eine Mischung aus Wachstumsfonds, Substanzwertefonds und
Blue-Chip-Fonds.
Lynch erklärt ferner, wie man neue Investitionen am
vorteilhaftesten unter diesen unterschiedlichen Fondstypen aufteilt.
Aktien für Alle berichtet außerdem von der
wunderbaren Geschichte einer siebten Klasse, die sich an Lynchs
Ratschlag, in das zu investieren, was man kennt, orientierte und mit
ihrem Ergebnis beinahe die gesamte Wall Street übertraf.
Über
den Autor
Peter Lynch machte seinen
Bachelor of Science am Boston College und seinen Master Bachelor of
Arts an der Wharton School of Finance der Universität von
Pennsylvania. Nach zweijährigem Wehrdienst als Leutnant der
U.S. Army begann er, bei Fidelity Investments zu arbeiten. Er war
Direktor der Abteilung Research bei Fidelity Management and Research
und leitet seit 1977 den fidelity Magellan Fonds. Peter Lynch lebt mit
seiner Frau und seinen drei Töchtern in einem Vorort von
Boston.
Den Buchtipp der Woche hier bestellen!
Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN:
9783922669067
Ausgabe: 1
ISBN:
3922669069
Label:
Börsenmedien
Hersteller:
Börsenmedien
Anzahl Seiten:
356
Erscheinungsdatum:
September 27, 1993
Herausgeber:
Börsenmedien
Studio:
Börsenmedien
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für den Buchtipp stammt von Amazon. Der komplette Onlineshop
mit zahlreichen Einkaufmöglichkeiten basiert auf einer
Partnerschaft mit Amazon. Amazon ist für die komplette
Abwicklung der Bestellungen und Daten aus dem Onlineshop
zuständig. Den Onlineshop erreichen Sie in der Rubrik
Bullenshop unter http://www.bullenbrief.de/bullenshop.php5. |
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