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Nachdem
der DAX mit Gewinnen in die vergangene Handelswoche startete und es
schien, dass aufgrund zahlreicher positiver Nachrichten der DAX ein
neues Jahreshoch markieren könnte, sorgten negative
Konjunkturnachrichten aus den USA für schlechte Stimmung auf
dem
Parkett. Der DAX gab im Wochenverlauf 25 Punkte nach. Nach diesem
Wochenverlust von 0,4 Prozent notiert der DAX bei 6.040 Punkten. Zu den
guten Nachrichten gehörte die erfolgreiche Platzierung
griechischer und spanischer Staatsanleihen. Bei beiden Emissionen hat
die Nachfrage das Angebot überstiegen. Damit ist der Euro
zumindest vorübergehend ein Problem los. Dies zeigte sich auch
in
den Euro-Kursen, die gegenüber dem US-Doller wieder deutlich
zulegen konnten und in der Spitze die 1,30er Marke erreichten. BMW
verkauft deutlich mehr Autos und hebt das Jahresziel um 10 Prozent an.
Diese erfreuliche Nachricht wurde mit satten Kursgewinnen honoriert. Auch
Daimler zog mit guten Aussichten nach.
Der Beginn der Berichtssaison in den USA war bislang mit den
veröffentlichten Daten nicht überwältigend
gut, aber
immerhin lagen die Ergebnisse meist leicht über den
Schätzungen. Unter dieser Nachrichtenlage legte der DAX
konstant
zu und markierte sein Wochenhoch bevor Unternehmensdaten amerikanischer
Banken für Verunsicherung sorgten. Von der Philadelphia-Fed
veröffentlichte Konjunkturdaten sind hinter den Erwartungen
geblieben. Auch der Empire State Index fiel stärker
als vom
Markt befürchtet und deutet auf eine Abschwächung der
Konjunktur in den USA hin. Schließlich sorgte am Freitag das
US-Verbrauchervertrauen für eine negative
Überraschung. Die
Aktienmärkte kannten danach nur eine Richtung - die nach
Süden. Diesem negativen Börsenumfeld konnte sich der
DAX
nicht entziehen und gab ebenfalls deutlich nach. Die Kursgewinne vom
Wochengewinn sind damit wieder weg.
Unter
den DAX-Aktien legten die Papiere von BMW aufgrund der positiven
Aussichten zum Geschäftsverlauf deutlich zu. Zum Wochenschluss
blieb noch ein Gewinn von 7,7 Prozent über. Damit notiert die
BMW-Aktie bei 42,15 Euro. Von den guten
Absatzzahlen profitierten
auch die anderen Automobilhersteller. Volkswagen-Papiere verteuerten
sich um 5,4 Prozent und waren damit zweitstärkste Aktie im
DAX.
Für eine VW-Aktie müssen nun wieder 76 Euro gezahlt
werden.
Positive Nachrichten aus dem Medikamentengeschäft
beflügelten
den Kurs der Merck-Aktie. Das Darmstädter Pharmaunternehmen
hat in
Rußland die Zulassung für sein MS-Medikament in
Tablettenform erhalten. Damit ist Merck Pionier auf diesem Gebiet. Der
Kurs der Merck-Aktie legte 3,9 Prozent auf 62,24 Euro zu. Aktien des
schwäbischen Automobilherstellers Daimler legten mit 3,4
Prozent
ebenfalls deutlich zu.
An
die Spitze der Wochenverlierer setzt sich wieder einmal DAX-Neuling
Heidelbergcement. Die Aktie des Zementherstellers verlor 5 Prozent auf
37,04 Euro. Unter der neuen Abgabe für Brennelemente von
Kernkraftwerken, die immer konkreter wird, leiden die großen
Versorger-Aktien. E.on und RWE verloren 4,3 bzw. 4,7 Prozent.
Zusätzliche Abgaben schlagen negativ auf das Betriebsergebnis
durch.
Für
die kommende Handelswoche gibt es zunächst keine Entwarnung.
Weitere große US-Unternehmen öffnen ihre
Bücher. Auch
die US-Notenbank zieht Bilanz für das erste Halbjahr und wird
einen Ausblick wagen. Je nachdem wie die veröffentlichten
Aussagen
ausfallen, wird es zu einer entsprechenden Marktreaktion kommen. Gegen
Wochenschluss werden erste Ergebnisse der Bankenstresstests erwartet.
Auch hier könnten negative Überraschungen
für
stärkere Kursausschläge sorgen.
Kurs, zu dem ein nicht
ausgeführter Kaufauftrag vorhanden ist
Mit dem Geldkurs erfolgt die Veröffentlichung eines Kurses,
der
nicht durch ein Börsengeschäft zustande kam, sondern
das
aktuell höchste voliegende Kaufangebot darstellt. Bei dem
Geldkurs
handelt es somit nicht um einen tatsächlich zustande
gekommenen
Börsenkurs.
Durch die Angabe des Geldkurses für ein Wertpapier
können Marktteilnehmer, die Aktien verkaufen
möchten, erkennen,
zu welchem Kurs eine Nachfrage vorhanden ist.
Das Gegenteil zum Geldkurs ist der Briefkurs (Kurs, zu dem ein Anleger
bereit ist Wertpapiere zu verkaufen). Hohe Spannen zwischen dem Brief-
und Geldkurs deuten auf einen wenig liquiden Handel hin.
In
dieser Rubrik erklären wir Ihnen kurz und prägnant
wichtige Börsenbegriffe. Kennen Sie einen Begriff, den Sie
nicht verstehen, schlagen Sie diesen als Begriff für das
Börsenlexikon vor. Nutzen Sie hierzu unser Mitteilungsformular
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Übersicht aller bereits vorgestellten Begriffe finden Sie
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Jede Woche stellen wir an dieser Stelle die Aktie der Woche vor. Die Aktienanalyse ist unter dem angegebenen Link abrufbar. Regelmäßig aktuelle Aktienanalysen sind ebenfalls unter dem angegebenen Link zu finden.
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